Aktuelle Ausstellungen

10 Jahre Museum Liaunig

Das Museum Liaunig verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen österreichischer Kunst ab 1945, ergänzt durch Vertreter der klassischen Moderne 
sowie exemplarische Werke internationaler Künstler. Als Kontrastprogramm zur zeitgenössischen Kunst verstehen sich die historischen Sammlungen seltener Briefmarken der österreichischen Monarchie von 1852-1867 und kostbares europäisches Silber von 1490-1830 sowie die Sammlungspräsentation afrikanischer Glasperlenobjekte, die in dem vom Wiener Architektenteam querkraft entworfenen
und bereits denkmalgeschützten Museumsbau den adäquaten architektonischen
und museologischen Rahmen finden.

Abwechslungsreich, voller Überraschungen und publikumsnah mit Shop, Atrium, Veranstaltungsraum und Café präsentiert unser Museum zum zehnjährigen Jubiläum ein anregendes Ausstellungs- und Konzertprogramm, das Sie auf keinen Fall versäumen sollten.





Hauptausstellung

Die von Günther Oberhollenzer aus dem umfangreichen Bestand der Sammlung Liaunig kuratierte Hauptausstellung "Umrahmung schräg gekippt. Die Sammlung Liaunig in Bewegung" zeigt die Vielfalt malerischer, grafischer und skulpturaler Positionen aus Österreich von 1945 bis heute, ergänzt durch exemplarische Werke internationaler Künstler. Themenfelder und Werkauswahl des Kurators verstehen sich mehr als eine frei assoziative, denn eine streng kunsthistorische Zusammenstellung. Ziel ist es, spannende wie überraschende Dialoge zwischen einzelnen Kunstwerken zu ermöglichen, auch über Generationen oder hermetische Zuschreibungen hinweg. 

Die groß angelegte Ausstellung präsentiert Arbeiten von Marc Adrian (1930–2008), Bernard Aubertin (1934–2015), Joannis Avramidis (1922–2016), Joachim Bandau (1936), Josef Bauer (1934), Hans Bischoffshausen (1927–1987), Alighiero e Boetti (1940–1994), Hellmut Bruch (1936), Tony Cragg (1949), Gunter Damisch (1958–2016), Inge Dick (1941), Oliver Dorfer (1963), Heinrich Dunst (1955), Manfred Erjautz (1966), Johann Feilacher (1954), Karl Anton Fleck (1928–1983), Gerhard Frömel (1941), Heinz Gappmayr (1925-2010), Jakob Gasteiger (1953), Bruno Gironcoli (1936–2010), Roland Goeschl (1932–2016), Dorothee Golz (1960), Franz Grabmayr (1927–2015), Franz Graf (1954), Evelyn Gyrcizka (1953), Alfred Haberpointner (1966), Hans Hartung (1904–1989), Julie Hayward (1968), Rudolf Hoflehner (1916–1995), Giselbert Hoke (1927–2015), Wolfgang Hollegha (1929), H+H Joos: Hildegard Joos (1909–2005) und Harold Joos (1913–2004), Martha Jungwirth (1940), Franco Kappl (1962), Herwig Kempinger (1957), Gudrun Kleinberger (1967), Michael Kienzer (1962), Imi Knoebel (1940), Kiki Kogelnik (1935–1997), Peter Kogler (1959), Kurt Kocherscheidt (1943-1992), Franz Stefan Kohl (1959), Peter Krawagna (1937), Suse Krawagna (1964), Eric Kressnig (1973), Richard Kriesche (1940), Maria Lassnig (1919–2014), Christoph Luger (1957), Gottfried Mairwöger (1951–2003), Dóra Maurer (1937), János Megyik (1938), Jürgen Messensee (1936), Josef Mikl (1929–2008), Hannes Mlenek (1949), Kurt Moldovan (1918–1977), Walter Moroder (1963), Gerhardt Moswitzer (1940–2013), Robert Motherwell (1915–1991), Matt Mullican (1951), Hermann Nitsch (1938), Ingo Nussbaumer (1956), Franz Xaver Ölzant (1934), Fritz Panzer (1945), Max Peintner (1937), Helga Philipp (1939–2002), Walter Pichler (1936–2012), Josef Pillhofer (1921–2010), Raimund Pleschberger (1974), Rudolf Polanszky (1951), Markus Prachensky (1932–2011), Karl Prantl (1923–2010), Maria Elisabeth Prigge (1949–2007), Arnulf Rainer (1929), Werner Reiterer (1964), Alois Riedl (1935), Franz Rosei (1947), Georg Salner (1958), Fabian Seiz (1975), Roman Scheidl (1949), Meina Schellander (1946), Alfons Schilling (1934–2013), Eva Schlegel (1960), Walter Schmögner (1943), Martin Schnur (1964), Klaus J. Schoen (1931–2018), ManfreDu SCHU (1955), Christian Schwarzwald (1971), Pierre Soulages (1919), Rudi Stanzel (1958), Hans Staudacher (1923), Esther Stocker (1974), Erwin Thorn (1930–2012), Andreas Urteil (1933–1963), Wolfgang Walkensteiner (1949), Franz Erhard Walther (1939), Markus Wilfling (1966), Max Weiler (1910–2001), Fritz Wotruba (1907–1975), Franz Zadrazil (1942–2005) und Heimo Zobernig (1958).


Sonderausstellung

Im dreieckigen Sonderausstellungsraum wird die Ausstellungsserie Alte Freunde
mit Personalen von Peter Pongratz (29.4.–30.6.) und Reimo Wukounig (2.9.-27.10) fortgesetzt sowie die Salzburger Künstlerin Maria Elisabeth Prigge (8.7.–26.8.) in
einer Retrospektive vorgestellt. Die wechselnden Ausstellungen bilden den Rahmen für die Konzerte der im letzten Jahr gegründeten Kammermusik-Reihe sonusiade.

Aktuelle Sonderausstellung: Reimo Wukounig - Der Zweifel als Form - Signatur RW 

Herbert Liaunig ist Reimo Wukounig seit seiner Studienzeit in Wien als Freund und Sammler zugetan ist. Wukounig war einer der ersten Künstler, von dem Herbert Liaunig in den 1960er-Jahren – noch vor seiner erst um einiges später einsetzenden Sammeltätigkeit – zwei Arbeiten erwarb. Die Ausstellung legt den Fokus auf einzelne zentrale Werkphasen des 1943 in Klagenfurt geborenen und in Sankt Kanzian am Klopeiner See aufgewachsenen Künstlers, der nach dem Tod des Vaters und der psychischen Erkrankung der Mutter in der Erziehungsanstalt Harbach-Limmersach bei Klagenfurt und im Landesjugendheim „Rosental“ in Görtschach bei Ferlach lebte.

Reimo Wukounig, der von 1962 bis 1967 bei Sergius Pauser an der Akademie der bildenden Künste studierte, umschreibt seine Tätigkeitsfelder wie folgt: „Zeichnerisch bildhaftes Gestalten, konstruktive Rauminszenierung und Sprachgebilde“.  

Skulpturendepot

"Das Pantheon im Skulpturendepot Liaunig - Versuch einer Transplantation"

Mit Cornelius Kolig (*1942), der die Ausstellung im Skulpturendepot konzipiert hat, steht ein weiterer österreichischer Zeitgenosse im Mittelpunkt.

Ein stiller und magischer Ort ist das irdische PARADIES Malers, Bildhauers, Objekt- und Videokünstlers Cornelius Kolig in Vorderberg im Gailtal. In seinem Geburtsort im südlichen Kärnten verwandelt er seit 1979 eine ehemalige Wiese in ein Gesamtkunstwerk, einen Gebäudekomplex auf einem rund 6.000 m² großen Areal.

Das Skulpturendepot im Museum Liaunig, ein zeitgenössisches Pantheon, wo Kolig seine Objekte präsentiert, entspricht in seiner Geometrie einigen Entwürfen, die er seit Mitte der 1980er-Jahre in seinem PARADIES realisieren wollte. Es ergibt sich nun für Kolig durch die Ausstellung die Möglichkeit, seine räumliche Vision zu überprüfen und sein Konzept an diesem „fremden Ort“ mit der Präsentation von einigen Objekten und Skulpturen aus der Sammlung Liaunig und aus dem PARADIES erstmals sichtbar zu machen. 




Skulpturenpark

Bei schönem Wetter lädt der weitläufige Skulpturenpark zu einem Spaziergang ein. Die Aufstellung unter freiem Himmel zeigt eine Generationen-übergreifende Auswahl österreichischer und internationaler Künstler.



Museum Liaunig 

Geöffnet bis 28.10.2018

Mi-So 10-18 Uhr, Führungen jeweils 11 und 14 Uhr

Das Museum Liaunig kann ohne Voranmeldung und ohne Teilnahme
an einer Führung besichtigt werden. Kinder ab 12 Jahren