Baubeginn – Spannendes Projekt – Eröffnung

Bodenplatte, September 2007, © querkraft architekten

Erste Baufortschritte beim Museum Liaunig: Das Gebäude wird eine Nutzfläche von rund 5.000 m² umfassen.

 

Foto: Bodenplatte, September 2007,
© querkraft architekten

Baubeginn für Museum in Neuhaus

Spannendes Projekt des jungen Wiener Architekturbüros „querkraft“

Eröffnung für Sommer 2008 geplant

Wien/Neuhaus, 24. Oktober 2007

Das Museumsprojekt des Industriellen und Kunstsammlers Dkfm. Herbert W. Liaunig im Kärntner Neuhaus nimmt konkrete Form an. Mit dem Spatenstich im vergangenen Sommer begann die Realisierung des Projekts von „querkraft", einem jungen Wiener Architekturbüro. Nach dem bisher sehr guten Fortgang der Arbeiten sollte der Bau noch in diesem Jahr unter Dach kommen. Das Privatmuseum, dessen Eröffnung für Sommer 2008 geplant ist, soll auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Beherbergen wird das Museum Liaunigs Sammlung zeitgenössischer Kunst sowie - als interessanten Kontrapunkt - eine Sammlung von Goldobjekten der Ashanti. Herbert W. Liaunig: „Damit erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch unserer Familie, ein adäquates Ambiente für unsere Sammlung zu schaffen. Wir schließen damit gleichzeitig eine der großen Lücken in der Kärntner Museumslandschaft."

Das Museum wird über eine der besten Sammlungen österreichischer Kunst ab 1950 verfügen, ergänzt durch markante Werke ausländischer Maler und Plastiker wie Tony Cragg, Robert Motherwell und Pierre Soulages. Innerhalb der Malerei und Grafik Österreichs sind unter anderem Marc Adrian, Hans Bischoffshausen, Erwin Bohatsch, Gunter Damisch, Jakob Gasteiger, Alfred Klinkan, Hermann Painitz, Peter Pongratz, Markus Prachensky, Arnulf Rainer, Hubert Schmalix oder Hans Staudacher mit größeren Werkgruppen vertreten. Ebenso stark und repräsentativ nimmt sich die spezifische Auswahl österreichischer Plastiker und Objektkünstler aus, die mit erstrangigen Ensembles von Avramidis, Bertoni, Otto Eder, Gironcoli, Göschl, Hoflehner, Cornelius Kolig, Moswitzer, Nakajima, Karl Prantl, Walter Pichler, Joser Pillhofer, Erwin Reiter, Meina Schellander, Andreas Urteil, Fritz Wotruba und Erwin Wurm aufwarten kann.

Das formal anspruchsvolle, stringente Architekturkonzept von „querkraft" besteht im Wesentlichen aus vier markanten Baukörpern: Der Zugang führt an einem Schaudepot mit einer Fläche von rund 600 m² entlang, danach gelangt der Besucher in den Trakt für Malerei und Plastik. Als White Cube von 160 m Länge und 13 m Breite mit Oberlicht konzipiert, bietet dieser Gebäudeteil eine Ausstellungsfläche von rund 2.000 m². Von hier aus gelangt man in einen eigenen Raum für Grafik (rd. 500 m²) sowie einen Annex für die Präsentation der Gold-Sammlung (rd. 350 m²). Einschließlich des Foyers, eines Werkstattbereichs sowie der erforderlichen Räume für Infrastruktur umfasst das Gebäude eine Nutzfläche von rund 5.000 m². Das insgesamt sehr reduzierte Bauwerk orientiert sich stark am vorgegebenen Gelände. Nur der lang gezogene Galerietrakt ist sichtbar und bietet von seinen beiden Terrassen einen Ausblick in die Landschaft, der Rest des Museums befindet sich unter der Erde. Von den Materialien her setzt „querkraft" vor allem auf Sichtbeton, Stahl und Glas.

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Prof. Peter Baum
Bösendorferstraße 6
A-1010 Wien
Tel. +43 1 513 57 87-0

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