Museumsbau abgeschlossen – Eröffnung am 29. August 2008

Ausstellungsansicht (Wotruba, Rainer, Kappl), © Museum Liaunig

Ausstellungsansicht
(Wotruba, Rainer, Kappl)

Foto: © Museum Liaunig

Museumsbau abgeschlossen

Eröffnung am 29. August 2008

Wien/Neuhaus, 30. Juli 2008

Das Museumsprojekt des Industriellen und Kunstsammlers Dkfm. Herbert W. Liaunig im Kärntner Neuhaus steht kurz vor der Eröffnung. Der vom Wiener Architekturbüro querkraft geplante Bau ist bereits fertiggestellt. Derzeit werden die letzten Detailarbeiten vorgenommen und die von Prof. Peter Baum kuratierte Ausstellung eingerichtet. Die Eröffnung erfolgt am 29. August 2008. Das Privatmuseum wird ab September 2008 der interessierten Öffentlichkeit nach Terminvereinbarung zugänglich sein.

Das neue Museum beherbergt Liaunigs Sammlung zeitgenössischer Kunst sowie – als interessanten Kontrapunkt – seine Sammlung von Goldobjekten der Akan. Herbert W. Liaunig: „Damit erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch unserer Familie, ein adäquates Ambiente für unsere Sammlung zu schaffen. Wir schließen damit gleichzeitig eine der großen Lücken in der Kärntner Museumslandschaft."

Das Museum wird über eine der besten Sammlungen österreichischer Kunst ab 1950 verfügen, ergänzt durch markante Werke ausländischer Maler und Plastiker wie Tony Cragg, Robert Motherwell und Pierre Soulages. Innerhalb der Malerei und Grafik Österreichs sind unter anderem Marc Adrian, Hans Bischoffshausen, Erwin Bohatsch, Gunter Damisch, Jakob Gasteiger, Alfred Klinkan, Hermann Painitz, Peter Pongratz, Markus Prachensky, Arnulf Rainer, Hubert Schmalix oder Hans Staudacher mit größeren Werkgruppen vertreten. Ebenso stark und repräsentativ nimmt sich die spezifische Auswahl österreichischer Plastiker und Objektkünstler aus, die mit erstrangigen Ensembles von Avramidis, Bertoni, Otto Eder, Gironcoli, Göschl, Hoflehner, Cornelius Kolig, Moswitzer, Nakajima, Karl Prantl, Walter Pichler, Joser Pillhofer, Erwin Reiter, Meina Schellander, Andreas Urteil, Fritz Wotruba und Erwin Wurm aufwarten kann.

Das formal anspruchsvolle, stringente Architekturkonzept von querkraft besteht aus vier markanten Baukörpern: Der Zugang führt an einem Schaudepot mit einer Fläche von rund 600 m² entlang, danach gelangt der Besucher in den Trakt für Malerei und Plastik. Als White Cube von 160 m Länge und 13 m Breite mit Oberlicht konzipiert, bietet dieser Gebäudeteil eine Ausstellungsfläche von rund 2.000 m². Von hier aus gelangt man in einen eigenen Raum für Grafik (rd. 500 m²) sowie einen Annex für die Präsentation der Gold-Sammlung (rd. 350 m²). Einschließlich des Foyers, eines Werkstattbereichs sowie der erforderlichen Räume für Infrastruktur umfasst das Gebäude eine Nutzfläche von rund 5.000 m². Das insgesamt sehr reduzierte Bauwerk orientiert sich stark am vorgegebenen Gelände. Nur der lang gezogene Galerietrakt ist von außen sichtbar und bietet von seinen beiden Terrassen Ausblicke in die Landschaft, der Rest des Museums befindet sich unter der Erde. Von den Materialien her setzt querkraft vor allem auf Sichtbeton, Stahl und Glas.

Besuchen Sie auch die Homepage des Museums unter www.museumliaunig.at

Rückfragen
Prof. Peter Baum
Bösendorferstraße 6
A-1010 Wien
T +43 1 513 57 87-0