Museum Liaunig vor Wiedereröffnung

Museum Liaunig, © querkraft architekten
Museum Liaunig vor Wiedereröffnung

Wer würde da nicht neugierig werden? Ein Jahr lang dominierten ja Baukräne, Bagger und Betonmischmaschinen die "Skyline" von Neuhaus. Ab 26. April 2015 hat aber die Wirklichkeit Ort und Museum wieder - der Betrieb in dem um 2.500 Quadratmeter erweiterten, mit dem österreichischen Museumspreis ausgezeichneten Museum Liaunig, beginnt nach der Pause mit neuer Energie. "Wirklichkeiten" nennt sich auch die Kunstschau in der großen Halle, die mit Arbeiten von Peter Pongratz, Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt, Wolfgang Herzig, Robert Zeppel-Sperl und Franz Ringel eine wesentliche Gruppierung der österreichischen Nachkriegskunst zeigt. Neu ist der große, dreieckig konzipierte Raum für Wechselausstellungen, der 2015 dem irischen Künstler Sean Scully gewidmet sein wird. Begeisterte in den vergangenen Jahren die Schau mit afrikanischem Gold die Besucher, sind im Wiedereröffnungsjahr neben den Goldobjekten weitere Sammlung der Familie zu sehen: Dekorierten Gläsern und Porträtminiaturen des 16. bis 19. Jahrhundert sind Sonderausstellungen gewidmet.

Die Erweiterung des Museums ist von außen kaum sichtbar, da sich die neuen Bereiche  fast alle unter der Erde befinden. Neben dem dreieckigen Ausstellungsraum mit anschließendem Atrium und den hinter der Gold-Sammlung angeschlossenen Räumlichkeiten für die Glas- und Portätminiaturen-Sammlungen ergänzt im Eingangsbereich ein Museumsshop das museale Angebot.

In die mehrfach ausgezeichnete, von Sichtbeton, Stahl und Glas beherrschte Architektur von "querkraft" wird nach erfolgtem Umbau eine neue künstlerische Intervention gesetzt: Als Gegenpunkt zur bereits bestehenden Lichtinstallation von Brigitte Kowanz im Abgang zur Gold-Sammlung, gestaltet Esther Stocker den Gang zu den neuen Sonderausstellungsräumen. Über diesen Verbindungsgang gelangt der Besucher auch zum spektakulären, mit einer Kuppel abgeschlossenen Skulpturendepot, das ab 26. April erstmals zugänglich sein wird.

Mit der Erweiterung ändert sich auch der Besichtigungsmodus: Das Museum kann nach der Wiedereröffnung ohne vorherige Terminvereinbarung von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden. Kinder ab 12 Jahren sind herzlich willkommen. Führungen durch die Ausstellungen werden jeweils um 11.00 und um 14.00 Uhr angeboten. Sie sind im Eintrittspreis inkludiert, müssen aber nicht verpflichtend wahrgenommen werden.

Einem spontanen Museumsbesuch steht während der Öffnungszeiten von 26. April bis 31. Oktober 2015 nichts mehr im Wege! Also: Schauen Sie vorbei, lassen Sie sich überraschen!