KUSO-Gastkonzert | Matinee

So 22.8. | 11 Uhr

Ich bin verliebt, doch eben nicht in dich

Hugo Wolfs "Italienisches Liederbuch" als halbszenische Liedermatinee

Katrin Koch, Sopran
Martin Achrainer, Bariton
Christian Koch, Klavier

PROGRAMM

Ich hab' in Penna einen Liebsten wohnen
Auch kleine Dinge können uns entzücken
Ihr seid die Allerschönste
Gesegnet sei, durch den die Wellt entstund
Du denkst mit einem Fädchen mich zu fangen
Der Mond hat eine schwere Klag' erhoben
Ihr jungen Leute
Dass doch gemalt all' deine Reize wären
Mein Liebster ist so klein
Was für ein Lied soll dir gesungen werden
Mein Liebster hat zu Tische mich geladen
Hoffärtig seid ihr, schönes Kind
Nein, junger Herr
Lass sie nur gehn, die so die Stolze spielt
Ich esse nun mein Brot nicht trocken mehr
Und willst du deinen Liebsten sterben sehen
Heb' auf dein blondes Haupt
Wenn du, mein Liebster, steigst zum Himmel auf
Geselle, woll'n wir uns in Kutten hüllen
Man sagt mir, deine Mutter wollt' es nicht
O wüsstest du, wieviel ich deinetwegen
Wer rief dich denn?
Nun lass uns Frieden schließen

Pause

Ein Ständchen Euch zu bringen
Mein Liebster singt
Und steht Ihr früh am Morgen auf
Wir haben beide lange Zeit geschwiegen
Benedeit die sel'ge Mutter
Wie soll ich fröhlich sein
Du sagst mir, dass ich keine Fürstin sei
Schon streckt' ich aus im Bett die müden Glieder
Wohl kenn' ich Euren Stand
Wenn du mich mit den Augen streifst
Wie viele Zeit verlor ich
Was soll der Zorn mein Schatz
Heut' Nacht erhob ich mich
Sterb' ich, so hüllt in Blumen meine Glieder
Schweig' einmal still
Ich hab' in Penna einen Liebsten wohnen



Fotos: Lydia Gregorič 

Ausstellung „Alte Freunde: Roland Goeschl“, 1. Mai bis 24. Juli 2022
© zs art galerie, Wien / Nachlass Roland Goeschl


Ich bin verliebt, doch eben nicht in dich
Hugo Wolfs "Italienisches Liederbuch" als halbszenische Liedermatinee

Verliebtheit, Streit, Klagen, Verlassenheit... all das und noch vieles mehr ist Inhalt von Hugo Wolfs Italienischem Liederbuch. Nach der Veröffentlichung 1896 wurde bald von einem breiten Publikum bestätigt, wovon Wolf selbst zutiefst überzeugt war: etwas absolut Neues geschaffen zu haben.

Katrin Koch, Martin Achrainer und Christian Koch lassen beim Gastkonzert des St. Pauler Kultursommers im Rahmen der sonusiade dieses große Werk lebendig werden. Es erwartet sie keine gewöhnliche Liedmatinee! Die Künstler interpretieren die Werke des berühmten Liedkomponisten halbszenisch und nehmen so das Publikum mit auf eine musikalische Reise in Hugo Wolfs sehnsüchtig-melancholische und amüsante Welt.

Unter dem Namen Italienisches Liederbuch vertonte der in Slovenj Gradec / Slowenien geborene Hugo Wolf 46 volkstümliche italienische Liebesgedichte in der Übertragung von Paul Heyse in zwei Büchern zu 22 bzw. 24 Liedern. Der erste Teil entstand 1890/91, der zweite 1896 und gehörte somit neben der Oper Der Corregidor und den Michelangelo-Liedern zu den letzten Werken des Komponisten.

Die junge österreichische Sopranistin Katrin Koch stammt ursprünglich aus Kärnten, wo ihre musikalische Begabung bereits früh erkannt und gefördert wurde. So erhielt sie Unterricht in Klavier, Querfläte und Orgel und war seit frühester Kindheit Mitglied in diversen Chören und Ensembles. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei KS Adele Haas, Adelheid Hornich und Margit Klaushofer, sowie an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien bei Angelika Kirchschlager, Birgid Steinberger und Uta Schwabe. Diverse Meisterkurse, wie zum Beispiel bei Helmut Deutsch, Robert Holl, Roger Vignoles, Fiorenza Cossotto, Robert Barefield, Beverly Blankenship, Eiddwen Harrhy, Michael Chance, Andrew King, Irina Gavrilovici u.a. komplementieren ihre künstlerische Ausbildung. Katrin Koch ist gefragte Solistin bei zahlreichen renommierten Festivals und Aufführungsstätten wie zum Beispiel Oper im Steinbruch St. Margarethen, Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, MuTh Wien, Brucknerhaus Linz, Kammermusikfest Lockenhaus, Liszt Festival Raiding, Carinthischer Sommer Ossiach, Styriarte, Wiener Stephansdom, St. Pauler Kultursommer, Kulturfabrik Hainburg etc. Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie Zubin Mehta, Jordi Savall, Martin Haselböck, Kristjan Järvi, Andrés Orozco-Estrada, u.a.m.

Martin Achrainer stammt aus einer Tiroler Bauernfamilie und machte zunächst eine Kochlehre. Dann absolvierte er eine Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar Wien. Gesang studierte er bei Rotraud Hansmann an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zu seinen Lehrern gehören Brigitte Fassbaender, Irina Gavrilovici, Robert Holl und Charles Spencer. Ab 2004 war er vier Spielzeiten am Tiroler Landestheater engagiert, seit 2006 ist er im Ensemble des Linzer Landestheaters. Dort stellte er Graf Almaviva, Don Giovanni, Guglielmo, Papageno in Mozarts Opern, den Figaro in Rossinis Il barbiere di Siviglia, Dandini in La Cenerentola, Raimbaud in Le comte Ory sowie den Marcello in Puccinis La Bohème und Nekrotzar in György Ligetis Le Grand Macabre dar. Er ist bei bedeutenden Festivals und Konzertsälen zu Gast, u.a. den Bregenzer Festspielen, der Brooklyn Academy of Music New York, der Bunka Kaikan und Suntory Hall Tokyo, der Festival Hall Osaka, der Neuen Oper Wien, den Salzburger Festspielen, dem Stadtcasino Basel sowie im KKL Luzern.

Seit seinem 15. Lebensjahr verleiht der österreichische Pianist Christian Koch seiner Leidenschaft für Lied und Oper Ausdruck, indem er international bekannte Sänger begleitet. Hoch angesehen ist er nicht nur durch seinen offensichtlichen Enthusiasmus auf der Bühne als Liedbegleiter, sondern auch als Coach für Stimme, Stil und Repertoire. Zusätzlich zu seinen Engagements als Pianist arbeitet Christian Koch als musikalischer Assistent für so namhafte Dirigenten wie zum Beispiel Nikolaus Harnoncourt und Daniel Harding (Salzburger Festspiele), René Jacobs und Pierre Boulez (Festival Aix-en-Provence, Theater an der Wien sowie Valery Gergiev (Mariinsky Theater St. Petersburg). Große Anerkennung erhielt Christian Koch für seine Auftritte in angesehenen Konzertsälen wie dem Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, der Volksoper Wien, Wigmore Hall London, Salle Pleyel Paris, The Concertgebouw Amsterdam, Palau de la Música Catalana Barcelona und in der Philharmonie Berlin sowie bei bedeutenden internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Festival, den Wiener Festwochen oder der Schubertiade Schwarzenberg. Zu den jüngsten Highlights von Christian Kochs Konzertsaison zählte eine Operngala mit Thomas Hampson und Luca Pisaroni unter dem Titel No tenors allowed im Théâtre du Châtelet Paris, in Lissabon, Deutschland, mehrmals bei den Musikwochen Millstatt sowie im Oktober 2019 im ausverkauften Teatro Colón (Buenos Aires), sowie ein Heine-Abend an der Seite von Florian Boesch und Thomas Quasthoff. Gemeinsam mit Florian Boesch hat er 2016 Kreneks Reisebuch aus den österreichischen Alpen in Köln, Amsterdam, Utrecht und im Wiener Konzerthaus zu Gehör gebracht.