SONUS-Gastkonzert | Matinee

So 22.8. | 11 Uhr

Haydn Quartett

Fritz Kircher, Violine
Martin Kocsis, Violine
Gerswind Olthoff, Viola
Nikolai New, Violoncello

PROGRAMM

Joseph Haydn

Quartett D-Dur op. 71/2
Adagio - Allegro
Adagio
Menuet Allegro - Trio
Finale Allegretto

Sergei Prokofjew

Quartett Nr. 1 in h-moll op. 50
Allegro
Andante molto - Vivace
Andante

Pause

Johannes Brahms

Quartett a-moll op. 51/2
Allegro non troppo
Andante moderato
Quasi Minuetto, moderato
Finale Allegro non assai



Fotos: Lydia & Sara Gregorič 


Das Haydn Quartett ist seit über 20 Jahren „quartet in residence“ im Schloss
Esterházy in Eisenstadt, wo Joseph Haydn von 1761 bis zu seinem Tode 1809
wirkte. Im berühmten Haydnsaal und in den prächtigen Kammermusiksälen des
Schlosses begeisterten die vier Musiker in über 300 Konzerten ihr Publikum. Die
außergewöhnliche Akustik des Haydnsaales ist zudem auf zahlreichen
Aufnahmen des Quartetts dokumentiert. Von seinem Stammsitz aus unternimmt
das Ensemble ausgedehnte Tourneen in fast alle Länder Europas sowie nach
Asien und Amerika. Das Haydn Quartett spielte in der Carnegie Hall in New York
und war mehrfach zu Gast im National Center of Arts in Peking. Bei mehreren
Fernost-Tourneen konzertierte das Quartett u. a. in Shenzhen, Hongkong, beim
Macao Festival und gab zuletzt 2011 einen Meisterkurs im Konservatorium in
Peking. Nach einem Benefizkonzert für Tsunamiopfer in Bangkok erhielt das
Quartett eine Privataudienz bei Prinzessin Galyani von Thailand. Im Jahre 2004
Auftritt mit Elisabeth Kulman beim Schleswig-Holstein Festival. Anlässlich des
Haydnjahres 2009 bestritt das Quartett einen Zyklus von 18 Konzerten in der Wiener
Kaiserkirche St. Michael mit allen Streichquartetten Joseph Haydns. Live –Aufnahmen
der Musiker u. a. für die Radioanstalten Bartok Ungarn, ORF, NDR, Zagreb, Peking und
Macao.

Wiederholte Auftritte in der Kammermusikreihe auf Schloss Glienicke, Berlin. 2011
spielte das Quartett Haydns „Die sieben letzten Worte“ in Frankreich mit Maestro
Georges Prêtre als Evangelisten. In den letzten Jahren widmet sich das Haydn Quartett
auch zunehmend der zeitgenössischen Musik. Laufend Komponistenportraits und
Uraufführungen u. a. in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Rundfunk. 2012
Einspielung des Streichquartetts Nr. 1 von Daniel Smutny auf Einladung des Deutschen
Musikrates.

In Österreich hat das Haydn Quartett Auftritte im Wiener Konzerthaus, bei der Styriarte
Graz, bei den Haydn Festspielen Eisenstadt, im Musikverein Klagenfurt, bei den
Kitzbüheler Sommerkonzerten, bei den internationalen Schubert-Tagen Wien und spielt
regelmäßig zu den Lesungen von Bruno Ganz in der Synagoge Kobersdorf. Zusammenarbeit und CDs mit Rudolf Leopold und Cornelia Horak. Die Musiker legen
Wert auf die Feststellung, dass sie auch nach vielen Jahren der Zusammenarbeit noch
immer gerne gemeinsam reisen und speisen. www.haydnquartett.com

Fritz Kircher (erste Violine) geboren 1970 in Klagenfurt. Studium bei Alfred Lösch, Ernst ovacic und Klara Flieder in Wien sowie bei Wolfram König und Wilhelm Melcher an der MHS Stuttgart Konzertdiplom mit einstimmiger Auszeichnung. Teilnahme an
internationalen Wettbewerben und Meisterkursen bei Franz Samohyl, Zakhar Bron, Igor
Oistrach und Gerard Korsten. Uraufführung des ihm gewidmeten Violinkonzertes von
Christoph Cech mit dem Ensemble „die reihe“. Intensive Beschäftigung mit historischen
Spielweisen. Mitglied bei Ars Antiqua Austria (Pasticcio-Preis ORF 2011). Mit
Hammerklaviertrio „Salomon Trio Salzburg“ zu Gast bei vielen internationalen Festivals.
Seit 25 Jahren Intendant des Festivals „Musikalischer Spätsommer Gurk“. CDs mit
Partnern wie Rudolf Leopold oder Gunar Letzbor. Seit 2002 ist er Primarius im Haydn
Quartett, und seit 2004 ständiger Konzertmeister der „SchlossCapelle“. Fritz Kircher
spielt auf einer Violine von Camillus Camilli aus dem Jahr 1742.

Martin Kocsis (zweite Violine) geboren 1967 in Oberpullendorf. Er absolvierte sein
Konzertfachdiplom am Haydn-Konservatorium Eisenstadt bei Werner Ehrenhofer mit
Auszeichnung ebenso wie ein Studium an der Wiener Musikhochschule bei Jussuf
Karajew ebenfalls mit Auszeichnung. Er besuchte Meisterklassen bei Mitgliedern des
Amadeus- sowie des Alban Berg Quartetts. Seit 1990 ist Martin Kocsis Mitglied des
Haydn Quartetts. Er ist gefragter Kammermusikpartner, so spielte er u. a. mit Martin
Ostertag und Leonard Hokanson in Stuttgart.

Gerswind Olthoff (Viola) geboren in Ludwigsburg. Sie studierte zunächst an der
Universität der Künste Berlin bei Hans-Joachim Greiner. Es folgte ein
künstlerisches Aufbaustudium bei Wolfram König an der Musikhochschule
Trossingen, anschließend das erfolgreich abgeschlossene Studium in der
Konzertklasse von Christoph Schiller in Basel. Quartettunterricht und
Kammermusikstudium beim Kreuzberger Streichquartett, Thomas Brandis,
Walter Levin, Hatto Beyerle sowie Jürg Wyttenbach und Hermann Voss. Als
Mitglied im NewTon Ensemble Wien spielte sie u. a. Quartette von Nono, Kurtág,
Penderecki und Ligeti. Für ein Konzert in der Prager Philharmonie wurde ihr die
Gustav Mahler Stradivari geliehen. Als Solistin mit dem Basler Symphonie
Orchester erhielt sie für die hebräische Suite von Bloch ein Instrument von
Gasparo da Salò (1590) . Seit 2003 ist Gerswind Olthoff Mitglied im Haydn
Quartett. Im Bereich der alten Musik ist sie seit 2006 Bratschistin im „Piccolo
Concerto Wien“.

Nikolai New (Cello) geboren 1964 in Reading (England). Er studierte in Cincinnati
(USA) bei Zara Nelsova und dem LaSalle Quartett, an der Menuhin Music
Academy in der Schweiz bei Radu Aldulescu und an der Robert Schumann
Hochschule in Düsseldorf bei Johannes Goritzki. Meisterklassen besuchte er bei
David Geringas, Boris Pergamenschikow und Pierre Fournier. 1985 bis 1987
konzertiert er weltweit mit der Camerata Lysy Gstaad und Lord Yehudi Menuhin,
danach war er Mitglied der Deutschen Kammerakademie Neuss. Nikolai New ist
seit 1991 Mitglied des Haydn Quartetts und sonst gefragter Kammermusiker
auch im Bereich der alten Musik.